Neumond am 24.01. im Wassermann – Veränderung und Neuanfang

am 24.01. erleben wir den ersten Neumond des Jahres 2020 im Wassermann. Noch dazu steht Uranus im Quadrat, was die Qualität des Neubeginns noch zusätzlich unterstützt. Neumond steht grundsätzlich dafür, etwas Altes abzuschließen und damit den Boden für einen neuen Zyklus zu bereiten. Das Ganze im Wassermann, dem Tierkreiszeichen, das für Individualität und Freiheit steht.  Uranus symbolisiert das Aufbrechen erstarrter Strukturen, um ein System wieder beweglich zu machen, etwas zu verändern und damit Entwicklungen in Gang zu bringen.

Noch dazu wirkt die Saturn/Pluto Konjunktion, die ebenfalls Wandlung mit sich bringt, jedoch nur dann, wenn wir uns wirklich den tiefsten Ängsten und Ohnmachtsthemen in uns stellen. Wenn wir bislang krampfhaft an unseren vermeintlichen Sicherheiten festgehalten haben und uns mit Ablenkung und Unterdrückung vor unbequemen Wahrheiten verschlossen haben, könnte zu diesem Neumond so einiges in uns aufbrechen und uns in die Veränderung zwingen.

Das ist zwar im Endeffekt und im Ergebnis sicherlich notwendig und auch befreiend, jedoch muss sich das nicht unbedingt schön und toll anfühlen. Es muss auch nicht schlimm werden oder zu einer Dauerbelastung werden. Es ist jedoch nicht so, dass sich irgendwie einfach so schon alles ganz toll fügen wird. Wir werden hinterher völlig anders, geklärter, befreiter rauskommen, als wir in dieses Jahr reingegangen sind. Wie wir diesen Weg gehen wollen, kraftvoll, mutig und im Vertrauen, oder ängstlich, zögerlich, an alten Sicherheitskonzepten anhaftend, das bleibt uns überlassen.

Ohne unbequeme Veränderungen wird es sehr wahrscheinlich nicht gehen, oder wir kauen weiter an alten und vor allen Dingen ungenießbaren Kamellen rum. Daher lieber den alten Drops ausspucken, als runterzuwürgen, wie so vieles andere, was wir jahrelang unterdrückt haben, obwohl es uns schon lange nicht mehr bekommt.

Auf Köln berechnet zeigt sich der Neumond in Gestalt eines Waage-Aszendenten mit einer starken 4. Haus Betonung (Seelenthemen). Es wird also sehr darum gehen, nach innen zu gehen und dort an Urthemen zu arbeiten, die meistens im Unterbewusstsein vergraben liegen.

Wir gehen an die Wurzel, um unser Blattwerk, das wir der Öffentlichkeit präsentieren wollen, zu stärken. Mit einem MC (Berufspunkt/Öffentlichkeit) im Krebs geht es auch hier darum, Gefühle zu zeigen, und zwar authentisch. Es geht darum, uns die Bereiche unserer Seele anzusehen, die uns mit Heimat, mit Kindheit und mit Mutterthemen verbinden. Hier geht es besonders auch um den Umgang mit unserem Heimatplaneten, der Erde, die für uns alle die Mutterfunktion einnimmt.

Denn ohne die Erde, die uns versorgt und nährt mit allem, was wir brauchen, können wir nicht überleben. In Analogie dazu können wir ebenfalls nicht überleben, wenn wir unserem Inneren nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken, es nicht pflegen und weiter alles an Müll reinwerfen, wie wir es mit der Erde tun.

Die unterdrückte Wut, vermeintliche unpassende Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse, alles landet dort, damit nichts das strahlende Blattwerk stört, das wir der Öffentlichkeit präsentieren, um den Schein der absoluten Perfektion zu wahren. Jedoch nagt es an den Wurzeln und wenn wir nicht aufpassen, fällt der Baum, unser Lebensbaum um oder die Blätter verdorren, wenn wir keine stabilen, gesunden Wurzeln in uns selbst haben.

Wir dürfen jetzt mehr Mitgefühl mit uns selbst entwickeln und haben, denn wenn wir uns selbst lieben und gut für uns sorgen nähren wir uns am besten, so wie es niemand im außen kann. Das bedeutet nicht, zum narzisstischen Egoisten zu mutieren, der über Leichen geht.

Selbstliebe ist es nicht, sich teure Klamotten zu kaufen, für die Du vorher in einem ungeliebten Job geschuftet hast. Selbstliebe ist es nicht „sich mal was Gutes zu tun“, indem Du Dir Süßigkeiten oder andere Leckereien im Übermaß gönnst und Dich in Deinem Körper nicht mehr wohlfühlst. Selbstliebe ist es dann ebenso wenig, wenn du Dich für Deinen Körper schämst und ins Fitnessstudio rennst, um irgendeinem Ideal zu entsprechen, damit du Dich wieder lieben kannst. Das ist alles Gehirnwäsche unserer Marketingindustrie, die uns immer wieder vermittelt, wenn ich doch nur das neueste I-Phone hätte, wenn ich größere Brüste hätte, oder dünner wär, oder längere Beine hätte, oder endlich einen Mann hätte oder oder oder, dann werde ich endlich geliebt (und vielleicht liebe ich mich dann ja auch endlich ein Klitzekleines bisschen mehr?) !

Selbstliebe ist, sich selbst zu nähren und das zu geben, was Du brauchst. Das bedeutet manchmal auch nur, sich selbst mal eine Weile beim Denken zu zuhören, wie verurteilend und wenig selbst liebend wir mit uns selbst umgehen. Wenn wir uns selbst nicht permanent fertigmachen, weil wir irgendwas NICHT sind oder NICHT können, was wir glauben sein zu müssen, gehen wir auch mit unserer Umwelt anders um.

Die Waage fordert uns auf, ins Gleichgewicht zu kommen. So dürfen wir in diesem Jahr mehr und mehr in unser eigenes inneres Gleichgewicht zwischen männlich und weiblich, aktiv und passiv, gut und böse etc. kommen. Wir sind dann einfach nur Mensch und im Gleichgewicht, wenn wir alles, was wir in uns vorfinden, lieben können, nicht nur die schönen Seiten.

Keine leichte Aufgabe, ich weiß. Dafür haben wir ja auch ein ganzes Leben Zeit und nicht nur dieses Jahr.