Am 20.12. kurz vor der Wintersonnenwende erwartet uns ein besonderes Ereignis, Saturn betritt sein eigenes Zeichen - den Steinbock. Das Besondere, dass die Sonne ebenfalls am 21.12. zur Wintersonnenwende in den Steinbock wandert und sich dort zu Saturn gesellt. Ein seltenes Phänomen, das zuletzt 1870 beobachtet wurde.

Saturn wird oft als der nervige Oberlehrer verstanden, der im Hintergrund die Hand hebt und sagt: "Stop, jetzt gehst Du zu weit!" Spaß macht das keinen, im vollen Galopp ausgebremst zu werden. Daher ist Saturn auch eher unbeliebt, da er uns mit Grenzen und der nackten Realität konfrontiert, die wir nicht unbedingt immer so haben wollen.

Grenzen sind notwendig, um unsere Identität zu wahren, um echt zu werden, so wie wir sind! Saturn ist sachlich und realistisch und lässt sich auf keinerlei Diskussionen ein. Es gibt nur das, was richtig ist und das, was falsch ist - für uns. Einfach, aber effektiv.
Love it
Change it
or leave it
Irgendwas dazwischen gibt es nicht.


Dennoch haben wir noch Handlungsspielraum. Es ist zwar wie bei einem nölenden Kind, dass von den Eltern zum Aufräumen gerufen wird. Jedoch bleibt es dem Kind noch überlassen, wie es aufräumen möchte oder seinen eigenen Aufräumstil zu entwickeln. Es gibt jedoch keinen Zweifel daran, dass jetzt aufgeräumt wird!  

Saturn wird in seinem eigenen Zeichen in den nächsten 2 - 3 Jahren dafür sorgen, dass so Einiges an Gerümpel weggeschafft wird. Saturn nimmt dort weg, wo etwas zuviel oder unnötig ist und gibt uns dort etwas, wo etwas fehlt oder unnötigerweise beschnitten wurde. Daher ist Saturn nicht nur so negativ zu sehen, wie er in der klassischen Astrologie z.B. als Übeltäter angesehen wird. Saturn reduziert auf das Wesentliche, macht uns ehrlich, entfernt die Schnörkel, den Zuckerguss, die Fassade.

Das kann unangenehm werden, wenn wir uns nur über Fassade definieren, wenn da nix ist außer Fassade oder irgendwelcher Luftschlösser. Was bleibt dann noch übrig, wenn alles das, über was wir uns so gerne definieren weg ist? Der Job, die Partnerschaft, das Geld, das IPhone, die teuren Klamotten?

Die nackte unverputzte Wand. Das Ich in seiner puren
Bedeutung mit all seinen Makeln und Schwächen - jedoch auch mit seinen Stärken und zwar den echten und wahren!

Wir werden daher sehr wahrscheinlich in den nächsten Jahren auf uns selbst zurückgeworfen. Dabei wird entscheidend sein, inwiefern wir uns trauen, das nach außen zu zeigen, was oder wer wir wirklich sind. Wo wir die Augen gerne mal vor der Realität verschließen, wird sie uns nun um so deutlicher vor Augen geführt, notfalls mit dem berühmten Zaunpfahl  ob wir wollen oder nicht.  

Da kann so Einiges ans Tageslicht kommen. Jedoch konfrontiert uns Saturn nur mit dem, was uns schon länger nicht mehr dient oder zu uns passt, wo wir uns an Regeln halten, die nicht die eigenen sind. Hier gilt es klar zu unterscheiden, was gehört zu mir und was nicht. Saturns Ziel ist es, etwas Tragfähiges zu schaffen, das in sich selbst so stabil ist, dass es auch einen Sturm überlebt. Letztendlich sorgt Saturn so dafür, dass wir zu uns selbst finden und Sicherheit in uns selbst finden und das ist letztendlich was Gutes.

©Text und Bild: Anne-Denise Köppen

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